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Die Studierenden von heute haben den Ruf, abgelöscht und angepasst zu sein. Christiane Florin, Politologin an der Universität Bonn, hat 2014 gar ein ganzes Buch darüber geschrieben – und dafür viel Zustimmung erhalten. Nun, im Zeitalter der Fridays for Future-Proteste, fragen wir sie: Sind wir Jungen vielleicht doch nicht so schlimm?
Er ist der Neue am Historischen Seminar: Roberto Zaugg, seit August Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit. Ein Gespräch zum Amtsantritt des vielsprachigen Überfliegers – über heisse Forschungsthemen, mangelnde Lehrkonzepte, moderne Betreuung von Doktorierenden. Und sein liebstes Meerestier: die rote Koralle.
Ohne Gerichtsurteil weggesperrt – weil sie nicht lebten, wie die Schweizer Gesellschaft es wollte: Was das dunkle Kapitel der administrativen Versorgung für die Geschichte der Schweiz bedeutet, warum rechtsstaatliche Defizite gut zu unserem Land passen – und wo sie heute noch nachwirken. Ein Gespräch mit dem Historiker Urs Germann.
2019 feiert der Elfenbeintürmer (etü) sein 50-jähriges Bestehen. 1976-1977 war auch Ex-Europarat, alt Nationalrat und Demokratieforscher Andreas «Andi» Gross, damals Student in Zürich, an der Redaktion beteiligt. Ein Gespräch über Konflikte mit der Seminarleitung, politischen Aktivismus – und über die Geschichte und Zukunft der direkten Demokratie.
Man kennt doch die Stadt, in der man lebt, die schönsten Winkel und auch die weniger schönen, die Menschen und die Atmosphäre, oder? Die neue Dauerausstellung «Einfach Zürich» im Landesmuseum zeigt die Stadt anhand von vier verschiedenen Stationen in Form von Grossinstallationen aus einem ganz neuen, hochmodernen Blickwinkel. Dieser ist nicht zuletzt dank des Einsatzes digitaler Mittel so interessant und faszinierend.
Was ist das eigentlich, eine Autobiografie? Und wie gestalten und verteidigen wir sie? Im Rahmen des Oral History-Projekts Archimob haben 555 Schweizerinnen und Schweizer ihr Leben erzählt: von den Kindertagen bis ins hohe Alter. Und dabei ihre Version der Schweiz im Zweiten Weltkrieg vermittelt. Eine kulturanalytische Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass Geschichte nicht nur politisch, sondern immer auch persönlich ist.
Die Forderungen des morgigen Frauen*streiks sind klar: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Teilzeitstellen, bessere Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Es sind unter anderem dieselben Forderungen, die bereits 1991 von 500’000 Frauen gestellt wurden. Der Frauenstreik 1991 war die grösste politische Bewegung des Landes und doch sind die kollektiven Erinnerungen – wie es scheint – verblasst. Was war eigentlich 1991 an der Uni und speziell im Historischen Seminar los? Eine kleine Retrospektive.
«Männerbastion HS gefallen» titelte der etü im Herbst 2003. Lange hatten die Studierenden des Historischen Seminars auf die erste Professorin gewartet, bis in diesem Jahr mit Nada Boškovska, Gesine Krüger und Francisca Loetz gleich drei Frauen nach Zürich berufen wurden. Die Berufungen glichen einem Befreiungsschlag eines über Jahre währenden Kampfes um weibliche Mitgestaltung am HS, den der etü publizistisch mitprägte.
Über tausend Jahre venezianische Geschichte, mehr als hundert Millionen Dokumente: Das soll in der Venice Time Machine digitalisiert, online zugänglich und durchsuchbar gemacht werden. Ist das Projekt erfolgreich, könnte sich die Arbeit von Historikerinnen und Historikern grundlegend ändern. Was bedeutet dieser plötzliche digitale Quellenreichtum?
1947 ereignet sich im Berner Oberland ein beispielloses Munitionsunglück. Die Gefahr einer weiteren Explosion wird jahrzehntelang unterschätzt. 70 Jahre später wird der Fall nun wieder aktuell – und er zeigt, wie sich die Rolle der Armee über die Jahrzehnte gewandelt hat. Eine Geschichte in fünf Kapiteln – und als Video.