Autor: Giorgio Scherrer

Barbara Metzger, Bibliothekarin am Historischen Seminar im 25. Dienstjahr, über Gümmele, Qigong, ihre geliebte Geige – und den Wert von kleinen Fachbibliotheken.
Zürcher Geschichtsskandal oder ganz normale Auftragsforschung? Zwei Historiker streiten sich um die Erforschung der Kunstsammlung von Waffenfabrikant Emil Bührle. Heute wurde die Studie mitsamt zwei externen Gutachten veröffentlicht. Das Fazit: Entwarnung – mit ein paar Ausnahmen.
Fünf Kandidierende, eine Frage: Wer schafft es auf den heiss begehrten Lehrstuhl im wunderschönen Zürich? Wer wird Meister*in des Anthropozäns? Die spannendste Casting-Show der Zoom-Ära, die erste Berufung zwischen Couch und Küchentisch. Ein Freudenfest aus Fussnoten, Fangfragen und Worthülsen. Und das Best-of hier im etü-Report.
Manchmal müssen Statuen von Kolonialisten und Rassisten fallen. Manchmal kann es aber auch ehrlicher sein, sie stehen zu lassen – und dafür ihre Bedeutung zu verändern. Das wichtigste bleibt die Debatte darüber, wofür eine solche Statue steht.
Unzufriedenheit, Gratisarbeit, schlechte Betreuung: Tut das Historische Seminar genug gegen die Probleme des akademischen Nachwuchses? Co-Seminarvorstand Simon Teuscher nimmt zu den etü-Recherchen Stellung.
Die Ohnmacht des Mittelbaus hat nicht nur System, sondern auch eine Geschichte. Schon für manche Probleme wurde eine Lösung gefordert – von Seiten des Mittelbaus, aber auch vom ehemaligen Rektor. Das zeigen etwa vier Dokumente, die der etü erstmals veröffentlicht.
Ein Tag Gratisarbeit pro Woche, tiefe Löhne – und grosse Angst, sich zu wehren. Die wichtigsten Zahlen, Resultate und Stimmen aus der etü-Mittelbauumfrage.
2019 wird an der ETH erstmals einer Professorin gekündigt. Der Grund: Mobbing von Doktorierenden. Der Fall zeigt, wie stark Nachwuchsforschende von ihren Vorgesetzten abhängig sind. Nun ergeben etü-Recherchen: Auch am Historischen Seminar gibt es Fälle von Abbrüchen wegen schlechter Betreuung, viel unbezahlte Arbeit – und eine grosse Angst davor, es sich mit ProfessorInnen zu verscherzen.
Er ist der Neue am Historischen Seminar: Roberto Zaugg, seit August Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit. Ein Gespräch zum Amtsantritt des vielsprachigen Überfliegers – über heisse Forschungsthemen, mangelnde Lehrkonzepte, moderne Betreuung von Doktorierenden. Und sein liebstes Meerestier: die rote Koralle.
Ohne Gerichtsurteil weggesperrt – weil sie nicht lebten, wie die Schweizer Gesellschaft es wollte: Was das dunkle Kapitel der administrativen Versorgung für die Geschichte der Schweiz bedeutet, warum rechtsstaatliche Defizite gut zu unserem Land passen – und wo sie heute noch nachwirken. Ein Gespräch mit dem Historiker Urs Germann.