Blog

In seinem Buch «End of History», erschienen 1992, spuckte der Stanford-Politologe Francis Fukuyama grosse Töne. Bekanntlich ist es anders gekommen. Daher bedarf es heute neuer Erklärungsversuche.
Die wichtigsten Revolutionen der Geschichte? USA, Frankreich, Russland – klar. Aber auch: Haiti. Wie eine Nation von Sklaven sich die Freiheit erkämpfte – und uns die Universalität der Menschenrechte. Und wie ein helvetisches Halbbataillon sie daran zu hindern versuchte. Eine Geschichte in sieben Kapiteln.
Was hat der Hut auf einem Bild des holländischen Malers Jan Vermeer mit der Entstehung einer globalisierten Welt zu tun? Timothy Brook beantwortet die Frage in seinem Buch Vermeer‘s Hat. Und erzählt fast nebenbei anhand von acht Gegenständen die Geschichte des 17. Jahrhunderts.
Ein sozialhistorisches Wagnis zahlt sich aus. Der Historiker Géza Alföldy legte 1975 eine etwas andere Studie über die römische Gesellschaft vor: Römische Sozialgeschichte. Sie ist heute noch aktuell – und auch für Studis ohne Flair für die Antike eine spannende Lektüre.
Es geht an diesem Abend in der Aula der Universität Zürich um die Verwerfungen des 21. Jahrhunderts. Um Probleme, die längst bekannt sind. Trump, Brexit, Populismus, Islamismus und die vermeintliche Krise der Europäischen Union, ja, um den Niedergang des Westens. Eigentlich alles längst ausgeschlachtete Themen. Doch Andreas Rödder vermag die Gemengelage zu einem Plädoyer zu verweben, das überzeugt.
An an der Universität Zürich wird über den Kohleabbau in Kolumbien, die Schweizer Verwicklungen darin und die Perspektiven der Konzernverantwortungsinitiative diskutiert. Eine Diskussion um Vertreibung, Verantwortung und um die Deutungshoheit über die Geschichte der Region.
Feministische Zeitschrift, Symbolfigur für Kirchenkritik sowie für rabiate gesellschaftliche Veränderungen. Das alles vereint der Name «Hypatia». Dahinter steckt aber vor allem eine spätantike Philosophin mit einem tragischen Schicksal.
Gibt es eine 68er-Bewegung? «Nein» – meint der Historiker Damir Skenderovic. Man müsse von 68erBewegungen sprechen. Auch die Assoziation der 68er mit der Neuen Linken hält der Fribourger Professor für einseitig: Die 68er-Bewegung habe als Gegenbewegung auch die Neue Rechte hervorgebracht. Ein Interview über vergessene 68er – und über die Studenten von heute.
Die Unileitung plant eine organisatorische Zusammenführung aller Bibliotheken sowie eine Reduktion der Standorte. Sie stösst mit ihrem Projekt aber auf erbitterten Widerstand bei Professorinnen, Studierenden und Bibliotheksmitarbeitern. Ein Widerstand, der nun erste Erfolge zeigt. Der etü hat die Hintergründe recherchiert.
Wenn alle den Pfarrer sehen können, kann auch der Pfarrer alle sehen: Ein Kirchenraum sagt viel über eine Gemeinschaft aus – weil er ausser Kunstwerk auch sozialer, politischer und symbolischer Raum ist. Ein Buch von etü-Redaktor Michael D. Schmid zeigt das anhand des Zürcher Querkirchenbaus. Diesen Donnerstag feiert es Vernissage.