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Unzufriedenheit, Gratisarbeit, schlechte Betreuung: Tut das Historische Seminar genug gegen die Probleme des akademischen Nachwuchses? Co-Seminarvorstand Simon Teuscher nimmt zu den etü-Recherchen Stellung.
Die Ohnmacht des Mittelbaus hat nicht nur System, sondern auch eine Geschichte. Schon für manche Probleme wurde eine Lösung gefordert – von Seiten des Mittelbaus, aber auch vom ehemaligen Rektor. Das zeigen etwa vier Dokumente, die der etü erstmals veröffentlicht.
Ein Tag Gratisarbeit pro Woche, tiefe Löhne – und grosse Angst, sich zu wehren. Die wichtigsten Zahlen, Resultate und Stimmen aus der etü-Mittelbauumfrage.
2019 wird an der ETH erstmals einer Professorin gekündigt. Der Grund: Mobbing von Doktorierenden. Der Fall zeigt, wie stark Nachwuchsforschende von ihren Vorgesetzten abhängig sind. Nun ergeben etü-Recherchen: Auch am Historischen Seminar gibt es Fälle von Abbrüchen wegen schlechter Betreuung, viel unbezahlte Arbeit – und eine grosse Angst davor, es sich mit ProfessorInnen zu verscherzen.
Wie geht man damit um, wenn man von Bekannten ausspioniert wurde? Von Freunden? Von Menschen, die man zu seinen engsten Vertrauten gezählt hatte? Die US-Anthropologin Kathrine Verdery untersucht in ihrem Buch genau das. Und entdeckt dabei eine Identität, von der sie selbst nichts wusste.
In der Gemeinde der Basler Mission an der westafrikanischen Goldküste gibt es zahlreiche Sklavenhalter. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Missionsleitung beschliesst, alle SklavInnen zu befreien. Der Fall des Katechisten und Sklavenhalters Thomas Svanikjer aber zeigt, dass das nicht ganz einfach ist – und wirft die Frage auf, ob man von Befreiung sprechen kann.
Zwischen Erdölreichtum und bitterer Armut, zwischen Paramilitärs und Guerillas behauptet die Organización Femenina Popular seit 47 Jahren ihren Platz in Barrancabermeja, Kolumbien. Vor kurzem hat die Organisation das Haus der Erinnerung und der Menschenrechte der Frau eröffnet – das erste in Kolumbien mit einem expliziten Frauenfokus.
Am 9. November 2019 jährt sich der Berliner Mauerfall zum dreissigsten Mal. Untrennbar damit verbunden ist der Begriff der «Deutschen Einheit». Er wurde unter der Kohl-Regierung zum Leitsatz der bundesdeutschen Identität. Ausgeblendet werden dabei die historischen Entstehungsbedingungen der Einheitsidee. Sie war eine Bedingung für den deutschen Imperialismus und Nationalsozialismus.
Fabio Trigonella, 35, Masterstudent, täglich an der Uni, gehört zu den HS-Urgesteinen. Doch nicht mehr lange: Er steht kurz vor seinem Abschluss.
Der etü wird 50 – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Am 15. November steigt im Provitreff deshalb die grosse Jubiläumsparty mit Live-Musik und DJs. Wir freuen uns auf euch!