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Konservativer Inhalt, experimentelle Form: Wie ein ehemaliger Flüchtling mit Tonbildschauen und wirtschaftlichen Argumenten gegen die Überfremdungsangst der 1970er-Jahre ankämpfte – und damit als Unternehmer auch noch Profit machte.
Seit einigen Jahren geistert er im Internet herum, der Trend zum «minimalistischen Leben». Durch eine Abwendung vom Materiellen verspricht er geistigen Reichtum und Glück. Das kann sich aus der ersehnten Abkehr vom «Raubtierkapitalismus» speisen – oder aus dem vermeintlichen Gegenteil: der Ansammlung von Geld durch Sparsamkeit. Beide Heilsversprechen sind alles andere als neu.
Als er nach Zürich kam, war er umstritten. Nun tritt er als arrivierter Renaissance-Spezialist ab. Der eben emeritierte Zürcher Professor Bernd Roeck über die Bürokratie nach der Bologna-Reform, die Zukunft seines Lehrstuhls, die Rolle von HistorikerInnen in der Öffentlichkeit – und seine Pläne nach der Pensionierung.
Bis 1981 wurde zehntausenden Menschen in der Schweiz die Freiheit entzogen, ohne dass sie eine Straftat begangen hatten. Ein vom Bundesrat eingesetztes Forschungsteam hat über die letzten vier Jahre die Geschichte der sogenannten administrativen Versorgungen untersucht und präsentiert nun fortlaufend seine Ergebnisse. Letzten Mittwoch wurde im Kulturhaus Royal in Baden zum ersten Mal ein Dokumentarfilm gezeigt, der Betroffene von administrativen Versorgungen zu Wort kommen lässt.
Sie glaubt an das gedruckte Buch – auch in Zeiten der Digitalisierung: Denise Schmid, die einen der wichtigsten Schweizer Verlage für Geschichtsbücher mitleitet: Hier und Jetzt. Sie erzählt, wie man von der Geschichtsstudentin zur Verlegerin wird – und warum sie dank einer Midlife-Crisis begann, auch selbst Bücher zu schreiben.
Lange Zeit wurden Reenactments von der Geschichtswissenschaft belächelt («Freaaak-Alarm!»). In den letzten fünfzehn Jahren begannen sich jedoch einige HistorikerInnen mit der Frage zu beschäftigen, ob und wie sich Reenactments in die historische Forschung einbinden lassen. Lässt sich also Geschichte bald nicht mehr nur sehen, sondern auch direkt erfahren?
Francesco Falone, 55, IT-Verantwortlicher des Historischen Seminars, hatte einst ein seltsames Vorstellungsgespräch. Warum er dennoch lieber hier arbeitet als in einer Waffenfabrik – und was die Nachteile seines seminarbekannten Lachens sind.
Was hat Literatur in der Geschichte zu suchen? Nichts, sagen die einen, Fakt und Fiktion gehören getrennt. Doch unser Autor findet: Wer so argumentiert, macht es sich zu einfach. Denn auch der Blick auf das Erfundene kann Wahres zutage bringen.
Mit Bologna 2020 erweitert das Historische Seminar sein Programm um einen zusätzlichen Masterstudiengang: Zeitgeschichte. Dieser umfasst ungefähr die letzten beiden Jahrhunderte und hebt sich vor allem durch seine theoretischen und methodischen Ansätze ab. Bewerbungsfrist ist der 28. Februar 2019.
Geschichte studieren heisst: Lesen, lesen, lesen. Doch: Geschichte kann man auch hören. Die zehn besten Podcasts für alle Geschichtsinteressierten, die auch beim Abwaschen gerne etwas über den Tellerrand hören.