Historiker:in im Beruf
Vom Vatikanischen Geheimarchiv ins Verteidigungsdepartement: Daniel Büchel forschte nach dem Geschichtsstudium zur Machtpolitik der Papstfamilien im 17. Jahrhundert, bevor er in der Bundesverwaltung Karriere machte. Heute ist er Generalsekretär des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Im Gespräch mit dem etü erzählt er, warum sein Weg alles andere als geplant war und was die Entscheidungsfindung im politischen Prozess mit dem Schreiben von Seminararbeiten gemeinsam hat.
Prof. Dr. Raphael Gross, Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum in Berlin, wuchs in Zürich auf und begann hier sein Geschichtsstudium. Bald zog es ihn in die Ferne. Es folgten Auslandaufenthalte und Tätigkeiten für verschiedene Institute und Museen. Dem etü erzählt er, wie er den Einstieg ins Berufsleben erlebte, welche Stationen ihn auf seinem Lebensweg prägten und was Mut und Interesse für das Geschichtsstudium bedeuten.
Andreas Russenberger machte nach seinem Geschichtsstudium Karriere in der Finanzbranche. Nach 20 Jahren verliess er die Bank, wandte sich der Literatur zu und schreibt heute Krimis. Dem etü erzählt er, wie die Entscheidungen in seinem unerwarteten Lebenslauf zustande kamen und warum sich Historiker:innen in der Privatwirtschaft nicht verstecken müssen.
A job as a bartender and a customer called James gave the British classicist Erica Stevenson the idea of creating a YouTube channel. Since then, she regularly talks to her audience about ancient myths and history. An interview on the importance of history and life as a public historian.
Aufgrund seines Einsatzes für die Rechte von Geflüchteten wurde ihm schon sein Geschichtsstudium abgesprochen. Seit neun Jahren ist Moreno Casasola in der Geschäftsleitung der Freiplatzaktion Basel, einer Beratungsstelle für Migrant:innen. Ein Gespräch über den politischen Gehalt von Einzelberatungen, fehlgeleitete Jurist:innen und das Glück, keinen Plan zu haben.
Als stellvertretender Leiter des Ressorts Region bei der Basler Zeitung erlebt Oliver Sterchi das tägliche Geschehen in Basel hautnah mit. Nebenbei schreibt er seine Disser-tation im Bereich Osteuropäische Geschichte. Im Interview erzählt Oliver, wie er beides vereinbart, was ihn am Lokaljournalismus fasziniert und wie er mit Kritik von aussen umgeht.
Sie hat einen Beruf gewählt, der grosse Freiheit und grosse Verantwortung vereint. Ashkira Darman ist Geschichtslehrerin am Gymnasium und lehrt Geschichtstheorie nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch auf den Strassen von Zürich. Wir haben mit ihr über die Klimajugend, den Umgang mit kolonialen Denkmälern und die Zukunft ihres Fachs gesprochen.
Erst 26 Jahre alt und schon Kolumnistin beim Tages-Anzeiger: Nina Kunz hat vor drei Jahren ihren Master abgeschlossen und verdient ihr Geld nun mit Schreiben – zum Beispiel darüber, wie wir uns während der Covid-19-Quarantäne in Geduld üben. Doch was nach einer linearen Erfolgsgeschichte klingt, fühlt sich für sie nicht immer so an. Das Gespräch über Unsicherheit nach dem Studium, Feministinnen der 1970er-Jahre und Rezepte gegen Schreibblockaden führten im Dezember Livia Merz und Nuria Piller.
Sie glaubt an das gedruckte Buch – auch in Zeiten der Digitalisierung: Denise Schmid, die einen der wichtigsten Schweizer Verlage für Geschichtsbücher mitleitet: Hier und Jetzt. Sie erzählt, wie man von der Geschichtsstudentin zur Verlegerin wird – und warum sie dank einer Midlife-Crisis begann, auch selbst Bücher zu schreiben.