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In 34 Kurzessays widmet sich François-Xavier Fauvelle in Le Rhinocéros d’or: Histoires du Moyen Âge africain einem bisher vernachlässigten Zeitalter eines weitgehend übersehenen Kontinents.
Das Computerspiel Europa Universalis V will Geschichte so komplex wie nie zuvor simulieren. Zugleich vertraut es auf eine Figur, die historisch nie existierte, den «Geist einer Nation». Sobald ein Mensch diesen abstrakten Akteur übernimmt, beginnen die sorgfältig angelegten historischen Linien zu verrutschen und die Geschichte beginnt zu kippen.
Ist die westliche Demokratie geschädigt? In ihrem Buch Autocracy, Inc. enthüllt die amerikanisch-polnische Historikerin und Journalistin Anne Applebaum die Strategien moderner Autokraten.
Betty Bossi ist im Kino! Oder vielmehr Emmi Creola-Maag, die Erfinderin der fiktiven Köchin, die der Schweiz seit 1956 das Kochen beibringt. Sie selbst war als berufstätige Mutter dreier Kinder eine Ausnahme ihrer Zeit. Der Film behandelt vor allem ihre emanzipatorische Stellung – doch wie nahe bleibt er dabei an den tatsächlichen Geschehnissen? Und trägt er etwas zum heutigen Feminismus bei?
In seiner Adaption von Mary Shelleys Frankenstein verbindet Guillermo del Toro Motive von Vater-Sohn-Konflikten, Andersartigkeit und sozialer Ausgrenzung. Das Ergebnis ist keine blosse Hommage an den Klassiker, sondern eine zutiefst persönliche Neuerzählung. (Artikel enthält Spoiler!)
Die Welt schien dem Untergang nahe, als der iberische Priester Orosius seine Heimat verliess. Sein Ziel: die Verteidigung der Heilsgeschichte. Im Auftrag des Kirchenvaters Augustinus bereiste er den Mittelmeerraum und begegnete den wichtigsten Denkern der Spätantike.
Fast zwei Jahre lang reisten Vivienne und Bernard von Wattenwyl durch Zentral- und Ostafrika. Im Auftrag des Naturhistorischen Museums Bern schossen sie auf Elefanten, Antilopen und Leoparden. Wie sehr sie dabei auf die Hilfe afrikanischer Guides angewiesen waren, wird bis heute kaum thematisiert.
Sie sieht die Sowjetunion als koloniales System und positioniert sich öffentlich zum Ukrainekrieg. Eigentlich ist Botakoz Kassymbekova aber viel lieber im Archiv als im Scheinwerferlicht. Dem etü erzählt die neue Osteuropa-Professorin vom Aufwachsen in Kasachstan, von einem alten KGB-Offizier, der ihr bei ihrer Bachelorarbeit half und davon, was sie von den bisherigen Dozierenden am Lehrstuhl unterscheidet.
Mehr denn je erfordert die gegenwärtige Weltlage die fundierte Vermittlung zentraler Kompetenzen der Geschichtswissenschaft. Dennoch sind der bereits 2014 beschlossene Lehrplan 21 sowie die laufende gymnasiale Maturitätsreform mit einer erheblichen Reduktion der Geschichtsstunden verbunden.
Der mittelalterliche Mensch reist nicht und bleibt immer am gleichen Ort stecken? Weit gefehlt, trotz weniger Verkehrsmittel waren die Menschen mobil und neugierig auf die Welt. «A Travel Guide to the Middle Ages» zeigt genau das auf.