Autor: Antonia Schulte-Brinkmann

Fast zwei Jahre lang reisten Vivienne und Bernard von Wattenwyl durch Zentral- und Ostafrika. Im Auftrag des Naturhistorischen Museums Bern schossen sie auf Elefanten, Antilopen und Leoparden. Wie sehr sie dabei auf die Hilfe afrikanischer Guides angewiesen waren, wird bis heute kaum thematisiert.
Für Millionen junger Europäer:innen gilt es als Traumdestination für monatelanges Work and Travel und endlose Surf-Roadtrips. Dass unter der «easygoingness» Australiens tiefe Gegensätze zwischen der weissen Bevölkerung und den Aborigines liegen, wird dabei gerne übersehen. Ein halbes Jahr in der isoliertesten Stadt der Welt voller Klischees, Traumstränden und Ernüchterung.
Zum ersten Mal seit knapp 700 Jahren wurde die Glarner Landsgemeinde abgesagt. Corona hat die Stärken und Schwächen der einzigartigen Versammlungsdemokratie unter freiem Himmel aufgezeigt und kritische Fragen rund um die Zeitgemässheit der Glarner Abstimmungskultur hervorgerufen. Politiker*innen befürchten den «Anfang vom Ende».
Die Gänge der Uni sind verwaist, wir StudentInnen sitzen zu Hause vor unseren Laptops und Büchern. Der etü führt ein Lockdown-Tagebuch – Teil II mit Antonia Schulte-Brinkmann, Geschichts- und Germanistikstudentin im 1. Bachelorsemester.