Blog
«Frieden» rüttelt auf. Und weckt schlafende Hunde. Die SRF-Serie über den Morgen danach versetzt uns zurück ans Kriegsende 1945: mitten ins Spannungsfeld zwischen Moral, wirtschaftlicher Realität und Profitdenken, geprägt durch den Zweiten Weltkrieg. Wir fragen uns: Wieso erinnern wir uns plötzlich? Und: Braucht die Schweiz eine Abrechnung?
Barbara Metzger, Bibliothekarin am Historischen Seminar im 25. Dienstjahr, über Gümmele, Qigong, ihre geliebte Geige – und den Wert von kleinen Fachbibliotheken.
Zürcher Geschichtsskandal oder ganz normale Auftragsforschung? Zwei Historiker streiten sich um die Erforschung der Kunstsammlung von Waffenfabrikant Emil Bührle. Heute wurde die Studie mitsamt zwei externen Gutachten veröffentlicht. Das Fazit: Entwarnung – mit ein paar Ausnahmen.
Seit Anfang Oktober läuft das historische Drama «Persischstunden» in den Deutschschweizer Kinos. Es erzählt die Geschichte von Gilles: Einem belgischen Juden, der seiner Erschiessung entkommt, indem er vorgibt, Perser zu sein. Lohnt es sich, den Streifen anzusehen, oder verliert er sich wie so viele Zweitweltkriegsfilme in Stereotypen?
Die Aktionsgruppe Decolonize Zurich trifft sich seit zwei Jahren, um das Koloniale an und das Postkoloniale in der Limmatstadt ans Licht zu bringen. Unsere Autorin hat sich an ihrem ersten öffentlichen Event umgesehen und eine umtriebige Gruppe in einem schwierigen Feld angetroffen.
Nächste Woche wählen die USA ihren nächsten Präsidenten. Aber das Vertrauen in die Demokratie ist erschüttert, Berichte über angebliche Betrugsfälle häufen sich. Das ist nichts neues: Wahlbetrug hat in den USA eine lange Vergangenheit und nimmt in mancher Hinsicht skurrile Ausmasse an. Ein kurzer Exkurs in die Geschichte des voting fraud.
Fünf Kandidierende, eine Frage: Wer schafft es auf den heiss begehrten Lehrstuhl im wunderschönen Zürich? Wer wird Meister*in des Anthropozäns? Die spannendste Casting-Show der Zoom-Ära, die erste Berufung zwischen Couch und Küchentisch. Ein Freudenfest aus Fussnoten, Fangfragen und Worthülsen. Und das Best-of hier im etü-Report.
Dreimal habe ich das Kolloquium «Antike und Christentum» im Rahmen meines Studiums absolviert. Und im neuen Semester besuche ich es ganz ohne Absicht auf ECTS-Punkte. Denn die Veranstaltung gehört zum Interessantesten, was das Geschichtsstudium zu bieten hat. Dennoch ist sie unter Geschichtsstudierenden kaum ein Begriff. Zu Unrecht, wie ich meine.
Zum ersten Mal seit knapp 700 Jahren wurde die Glarner Landsgemeinde abgesagt. Corona hat die Stärken und Schwächen der einzigartigen Versammlungsdemokratie unter freiem Himmel aufgezeigt und kritische Fragen rund um die Zeitgemässheit der Glarner Abstimmungskultur hervorgerufen. Politiker*innen befürchten den «Anfang vom Ende».
Am 28. Juni 1914 wurde in Sarajevo Franz Ferdinand von Österreich und dessen Ehefrau ermordet. Was folgte, war ein Konflikt von globalem Ausmass, an dessen Folgen auch heute noch rund um die Welt erinnert wird. Auch hierzulande findet jährlich eine Gedenkzeremonie statt. Um herauszufinden, was es mit diesem erinnerungskulturellen Anlass in der geschichtsvergessenen Schweiz auf sich hat, ist unser Autor letzten November an den Genfersee gereist.