Autor: David Schlittler

Aufgrund seines Einsatzes für die Rechte von Geflüchteten wurde ihm schon sein Geschichtsstudium abgesprochen. Seit neun Jahren ist Moreno Casasola in der Geschäftsleitung der Freiplatzaktion Basel, einer Beratungsstelle für Migrant:innen. Ein Gespräch über den politischen Gehalt von Einzelberatungen, fehlgeleitete Jurist:innen und das Glück, keinen Plan zu haben.
Als dystopisches Phantom suchte der Anarchismus den Schweizer Bundesstaat des ausgehenden 19. Jahrhunderts heim. Da kreuzte dieser die Wege der österreichisch-ungarischen Kaiserin Sisi, später jene des Berner Chansonniers Mani Matter und heute die der Wissenschaft. Dabei lichtet sich der narrative Schleier immer mehr und lässt dahinter eine andere Geschichte hervortreten.
Noch können wir (können wir noch?) ins Dunkel der Kinos eintauchen – und den Dokumentarfilm «W. – Was von der Lüge bleibt» anschauen. Darin treffen wir auf Binjamin Wilkomirski und dessen vermeintliche Holocaustbiografie von 1995. Die filmischen Spuren führen uns zu den Fallstricken der menschlichen Psyche in ihrem komplizierten Verhältnis zur Vergangenheit.