Wer lehrt neu afrikanische Geschichte am HS?

Die spannendste Casting-Show am Historischen Seminar geht in seine vierte Runde. Diesmal steigen fünf Kandidierende in den Ring, um den Lehrstuhl «Afrika – Europa im langen 20. Jahrhundert» zu erkämpfen. Im etü-Check 4.0. erfahrt ihr alles, was ihr übers «Vorsingen» wissen müsst.

«Augustinus’ Hund» auf Reisen

Die Welt schien dem Untergang nahe, als der iberische Priester Orosius seine Heimat verliess. Sein Ziel: die Verteidigung der Heilsgeschichte. Im Auftrag des Kirchenvaters Augustinus bereiste er den Mittelmeerraum und begegnete den wichtigsten Denkern der Spätantike.

Gewehre, Knochen und Teetisch im Gepäck

Fast zwei Jahre lang reisten Vivienne und Bernard von Wattenwyl durch Zentral- und Ostafrika. Im Auftrag des Naturhistorischen Museums Bern schossen sie auf Elefanten, Antilopen und Leoparden. Wie sehr sie dabei auf die Hilfe afrikanischer Guides angewiesen waren, wird bis heute kaum thematisiert.

«Historikerin ist ein sehr mächtiger Beruf»

Sie sieht die Sowjetunion als koloniales System und positioniert sich öffentlich zum Ukrainekrieg. Eigentlich ist Botakoz Kassymbekova aber viel lieber im Archiv als im Scheinwerferlicht. Dem etü erzählt die neue Osteuropa-Professorin vom Aufwachsen in Kasachstan, von einem alten KGB-Offizier, der ihr bei ihrer Bachelorarbeit half und davon, was sie von den bisherigen Dozierenden am Lehrstuhl unterscheidet.

Thukydides – who dis?

Er strebt einen inklusiven Unterricht in der Alten Geschichte an, spricht sich aber für ein Latein-Obligatorium aus. Zugunsten seiner neuen Arbeitskolleg:innen lehnte er eine Professur an der HU Berlin ab. Der etü hat Felix K. Maier, den neusten Zugang bei den Profs am HS, zum morgendlichen Gespräch getroffen – leider ohne Kaffee, denn eine Maschine fehlt noch im neuen Büro.

Widerstand am HS?

Eine Rekapitulation der ersten Themenwoche des Historischen Seminars und der Auseinandersetzung mit der Frage, was Widerstand alles bedeuten kann.

Die neue Universitätsbibliothek: ein Bericht über Liaison Librarians und ein neoliberales Sparprogramm

Anfang des Jahres wurden alle Fachbibliotheken der UZH unter dem Dach der Universitätsbibliothek zentralisiert. Dies ist keine rein formale oder organisatorische Änderung, sondern hat massgebliche Folgen für die Nutzenden der Bibliotheken. Die bisherigen Erfahrungen der Studierenden lassen allerdings zu wünschen übrig. Ein Bericht von Wanderungen quer durch die Uni, gebührenpflichtigen Mahnungen und einem kaputten Selbstausleihsystem.

«Training students is a form of activism»

She’s here to stir up the History Department. This semester, Debjani Bhattacharyya is taking up the new professorship «History of the Anthropocene», where she will teach social and economic history with a focus on the environment. etü met her for a chat about the difference between people and rocks, Big Oil’s wokewashing, and how Zoom has democratized teaching.