«Augustinus’ Hund» auf Reisen

Die Welt schien dem Untergang nahe, als der iberische Priester Orosius seine Heimat verliess. Sein Ziel: die Verteidigung der Heilsgeschichte. Im Auftrag des Kirchenvaters Augustinus bereiste er den Mittelmeerraum und begegnete den wichtigsten Denkern der Spätantike.
Gewehre, Knochen und Teetisch im Gepäck

Fast zwei Jahre lang reisten Vivienne und Bernard von Wattenwyl durch Zentral- und Ostafrika. Im Auftrag des Naturhistorischen Museums Bern schossen sie auf Elefanten, Antilopen und Leoparden. Wie sehr sie dabei auf die Hilfe afrikanischer Guides angewiesen waren, wird bis heute kaum thematisiert.
«Historikerin ist ein sehr mächtiger Beruf»

Sie sieht die Sowjetunion als koloniales System und positioniert sich öffentlich zum Ukrainekrieg. Eigentlich ist Botakoz Kassymbekova aber viel lieber im Archiv als im Scheinwerferlicht. Dem etü erzählt die neue Osteuropa-Professorin vom Aufwachsen in Kasachstan, von einem alten KGB-Offizier, der ihr bei ihrer Bachelorarbeit half und davon, was sie von den bisherigen Dozierenden am Lehrstuhl unterscheidet.
«Geschichte hat an Bedeutsamkeit und Sichtbarkeit verloren»

Mehr denn je erfordert die gegenwärtige Weltlage die fundierte Vermittlung zentraler Kompetenzen der Geschichtswissenschaft. Dennoch sind der bereits 2014 beschlossene Lehrplan 21 sowie die laufende gymnasiale Maturitätsreform mit einer erheblichen Reduktion der Geschichtsstunden verbunden.
Eine mythologisierte Schlacht

Mit dem Sonntag von Bouvines zeigt Georges Duby, wie gutes Historiker:innen-Handwerk funktioniert. Gut 50 Jahre nach der Publikation ist das Buch immer noch ein entscheidendes Werk für angehende Mediävist:innen und daher wahrlich ein Klassiker.
«Idealerweise geht man in die Bibliothek und schwimmen»

Prof. Dr. Raphael Gross, Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum in Berlin, wuchs in Zürich auf und begann hier sein Geschichtsstudium. Bald zog es ihn in die Ferne. Es folgten Auslandaufenthalte und Tätigkeiten für verschiedene Institute und Museen. Dem etü erzählt er, wie er den Einstieg ins Berufsleben erlebte, welche Stationen ihn auf seinem Lebensweg prägten und was Mut und Interesse für das Geschichtsstudium bedeuten.